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Archiv für das Jahr 2012

Künstler reproduziert eigenes Skelett mit 3D-Drucker

Mithilfe eines 3D-Druckers hat der niederländische Künstler Caspar Berger Teile seines eigenen Skeletts in Originalgröße nachgebaut. Für die benötigten CAD-Daten legte er sich in einen Computertomographen (CT) einer medizinischen Einrichtung. Anschließend übergab er die Knochen an ein forensisches Institut, wo ausschließlich anhand des Schädelknochens und ein paar Grundinformationen wie Geschlecht und Herkunft (männlich, westliches Europa) eine Reproduktion seines Kopfes vorgenommen wurde (s. Foto). Hintergrund dieses außergewöhnlichen “Selbstbildnisses” sind die Werke der frühen italienischen Meister, die oft zahlreiche anatomische Studien von sich selbst anfertigten, um Vorlagen für ihre eigentlichen Werke zu haben.

Berger beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem Thema Anatomie und Selbstporträt. Fotos zu seinem Projekt “Skeleton” und zu früheren Projekten sind auf seiner Website zu sehen. Die Umsetzung ist zudem auf einem Video dokumentiert.

Immer mehr Künstler arbeiten mit 3D-Druck. So kopierte ein britischer Künstler historische Skultpuren des Britischen Museums in London nur mithilfe einer Digitalkamera und eines 3D-Druckers.

Foto: Skeleton/Selfportrait 21 by Caspar Berger; photograpy: Erik and Petra Hesmerg

M.C. Escher aus dem 3D-Drucker

Hommage der etwas anderen Art: Der israelische Professor Gershon Elber vom Institute of Technology am Technion in Haifa hat mit einem 3D-Drucker die unwirklichen Formen des niederländischen Grafikers und Künstlers M.C. Escher ausgedruckt. Nachdem sich Elber zunächst am Penrose-Dreieck versuchte, wagte er sich schließlich auch an die Gebäude Eschers, wie zum Beispiel dem Wasserfall oder dem Belvedere. Elber präsentiert die Ausdrucke auf seiner Website.

Der inzwischen verstorbene M.C. Escher wurde in erster Linie wegen seiner Grafiken von unmöglichen Figuren weltberühmt, die zum Teil körperhaft gar nicht existieren können. Elber beschränkte sich bei seinen Ausdrucken allerdings auf umsetzbare Werke, die als tatsächliche Bauten allerdings keinen Sinn ergeben würden. Aufgrund seiner Arbeiten, die oftmals auf optischen Täuschungen beruhen, wurde Escher in der Kunstgeschichte zunächst nicht als Künstler angesehen. Allerdings lud man ihn zu Lebzeiten öfters zu Mathematikvorlesungen ein, da es in der Wissenschaft schon früh Interesse an seinen Werken gab.

Die Reproduktion von Kunstwerken ist derzeit besonders unter Künstlern recht beliebt – wenn es auch nicht immer um die Umsetzung einer 2D-Vorlage wie in diesem Fall geht. Zuletzt hatte ein britischer Künstler mit seinen Nachbildungen historischer Figuren aus dem Britischen Museum in London für Aufsehen gesorgt.

Foto: Tobias R. – Metoc / Creative Commons, US-Lizenz CC-BY-SA 2.5

China will in 3D-Druck investieren

Die chinesische Regierung will offenbar in die Entwicklung des 3D-Drucks investieren. Das berichtet das chinesische Nachrichtenportal german.china.org.cn. Demnach will Peking die Infrastruktur in diesem Bereich so weit ausbauen, dass die gesamte Produktionsleistung im 3D-Druck-Bereich gesteigert werden kann. In welcher Größenordnung sich die Investition bewegen soll, wurde nicht genannt.

Die Volksrepublik China gehört weltweit zu den führenden Wirtschaftsnationen und könnte laut zahlreicher Wirtschaftsprognosen in den nächsten 40 Jahren die führende Industrienation weltweit werden.

Lu Bingheng von der chinesischen Xi’an Jiaotong University versteht die Entwicklung der 3D-Druckmaschinen als einen “Indikator für die Dynamik und Innovationsfähigkeit einer Volkswirtschaft”, so der Bericht auf german.china.org.cn. China verfüge lediglich über 8,6 Prozent aller 3D-Drucker weltweit, so der Wissenschaftler, wohingegen die USA auf 38,5 Prozent kommen würden.

Zuvor hatte bereits die britische Regierung angekündigt, in die Entwicklung des 3D-Drucks zu investieren. Die heimische Wirtschaft solle dadurch für den internationalen Wettbewerb gerüstet werden, hieß es.

Foto: Dieter Schütz  / pixelio.de

Skulpturenbau: 3D-Drucker mit Holz-Fräse kombiniert

Ein italienisches Unternehmen aus Südtirol, welches kunstvolle Skulpturen aus Holz herstellt, greift bei der Produktion auf 3D-Drucker zurück. Die Firma 3D Wood druckt dabei eine Figur aus, die anschließend einer Holzfräse als Vorlage dient. Die Vorlage ist dabei doppelt so groß wie die gefrästen Figuren, damit auch die Feinheiten nicht verlorengehen. Mit dieser Methode können mehrere Holzteile zur gleichen Zeit gefräst werden.

Nicht ganz einfach ist dabei der Umstand, dass die Holzmaserung nicht immer gleichmäßig verläuft, erklärt Ben Godi, der für die Fertigung zuständig ist. Besonders bei feinteiligen Arbeiten muss dieses berücksichtigt werden. Den genauen Herstellungsvorgang erklärt er hier.

Der Ausdruck mit Holz ist inzwischen ebenfalls möglich.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

3D-Druck: Spezielle Struktur spart Gewicht und ist sehr Stabil

Mithilfe einer speziellen Struktur hat der Wissenschaftler Yong Mao der Universität Nottingham (England) ein ausgesprochen leichtes, aber dennoch sehr stabiles Objekt mit einem 3D-Drucker ausgedruckt, berichtet physicsworld.com. Die Struktur, genannt Fraktal, ist allerdings nicht gänzlich neu: Das Muster wurde zum Beispiel beim Eifelturm in Paris verwendet und kommt auch in der Natur vor.

Die Vorteile dieser Struktur – enorme Festigkeit bei geringem Gewicht – können zahlreichen Objekten zugutekommen, die mithilfe eines 3D-Druckers produziert werden. Belastbarkeit und Gewicht sind beispielsweise bei der Raumfahrt derzeit ein wichtiges Thema, wo viel mit 3D-Druck gearbeitet und geforscht wird. Bei kleineren Objekten stößt die Technik derzeit womöglich noch an ihre Grenzen, da die einzelnen Segmente der Struktur dann zu ungenau gearbeitet werden.

Foto: Yong Mao, D Rayneau-Kirkhope et al.

3D-Druck: Software “zerlegt” Objekte für bessere Ausdrucke

Ein Forscherteam der Princeton University (New Jersey) hat eine Software entwickelt, die Objekte, die mit einem 3D-Drucker hergestellt werden sollen, virtuell in mehrere Teile zerlegt. Die Teile werden einzeln ausgedruckt und anschließend zum Objekt wieder zusammengefügt. Die Fertigung in einzelnen Teilen verbessert in Einzelfällen nicht nur die Stabilität der Endprodukte, sondern ermöglicht auch die Herstellung von größeren Objekten, die im ganzen Stück für einen Drucker zu groß sind.

Die Software versucht nach Angaben von Forschungsleiter Linjie Luo die Anzahl der Einzelteile so gering wie möglich zu halten. Neben der Stabilität steht auch die einfache Zusammensetzung im Vordergrund, weswegen das Programm auch entsprechende Steckverbindungen (mit Stiften und passenden Löchern) mit einberechnet und ausdrucken lässt.

Das Forscherteam sieht bei der Software noch Verbesserungspotential. Unter anderem ist noch nicht entschieden, wie viel Einfluss der Nutzer bei der endgültigen Version auf die genaue Unterteilung haben soll.

Foto: princeton.edu / L. Luo

3D-Druck mit simuliertem Mondgestein gelungen

Es ist zwar noch kein tatsächliches Gestein vom Mond, doch die Beschaffenheit ist die gleiche: US-Forscher haben Objekte mit simuliertem Mondgestein als Verarbeitungsmaterial ausgedruckt und damit den Weg zur Produktion direkt auf dem Mond und auf dem Mars geebnet, berichtet pressetext.com. Das Gestein wurde vor der Verarbeitung eingeschmolzen, um es verwenden zu können. Künftig soll es möglich sein, dass Mars- und Mondmissionen auf den Planeten landen und mit dem dort vorhandenen Gestein benötigte Bauteile oder Werkzeuge herstellen. Sollte dieses gelingen, wäre dieses eine große Kostenersparnis, denn der Transport von Material ist in der Raumfahrt ausgesprochen teuer.

“Wir haben mit simuliertem Mondgestein gearbeitet, das die Nasa bereitgestellt hat”, erklärte Amit Bandyopadhyay, Professor an der School of Mechanical and Materials Engineering der Washington State University in dem Bericht. Die verwendete Mischung entspreche realem Oberflächengestein. Dennoch sei der erfolgreiche Test nur ein erster Schritt, so der Professor. In der Praxis werde es mehrere Variationen in der genauen Zusammensetzung von Mondgestein geben.

Bandyopadhyay hatte vor zwei Jahren den Auftrag von der Nasa für das Projekt bekommen. Zentraler Punkt der Forschung ist das Einschmelzen des Oberflächengesteins, um es als Material für den 3D-Drucker zu verwenden.

Foto: Alexander Hauk / bayern-nachrichten.de  / pixelio.de

EuroMold: Hochschule stellt E-Geige aus dem 3D-Drucker vor

Das Designlab der Hochschule Coburg hat auf der EuroMold, der internationalen Messe für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung, die nach eigenen Angaben erste elektrische Geige vorgestellt, die mit einem 3D-Drucker produziert wurde. Dieses berichtet die Hochschule auf ihrer Website. Entworfen hat die Geige der Produktdesigner und Absolvent der Hochschule Peter Böckel.

Böckel war bis 2011 Student in Coburg und fertigte in dieser Zeit die ersten Entwürfe an. Wie die Geige aussieht und wie sie klingt, wurde auf der Messe von zwei derzeitigen Studenten anhand eines Videos gezeigt. Partner des Projekts ist ein Drucker-Hersteller, der das Video auch für Werbezwecke verwenden möchte.

An der Hochschule wird auch weiterhin mit 3D-Druck gearbeitet und geforscht, erklärt Professor Peter Raab auf der Website. Mit Rapid Prototyping kann beispielsweise ein Instrument individuell auf seinen Besitzer abgestimmt werden, so der Hochschullehrer. Zum Beispiel könne man das Mundstück einer Klarinette an die Lippen des Musikers bzw. der Musikerin anpassen. Zudem bestehe die Möglichkeit, dem Instrument eine ganz andere Klangfarbe zu geben.

Foto: Lilo Kapp / pixelio.de

US-Konzern bringt fotorealistischen 3D-Drucker in europäische Shops

Der 3D-Druck steht womöglich vor einem weiteren Schritt zu einer massenkompatiblen Technik. Der US-amerikanische Einzelhandelskonzern Staples, der in erster Linie Bürobedarf herstellt, will in eigenen Shops in Holland und Belgien leistungsstarke Iris 3D-Printer von Mcor Technologies aufstellen, berichtet das Online-Portal engadget.com.

Die Verbraucher sollen ihre eigenen Designs auf einer Website hochladen und die Ausdrucke später im Shop abholen können, so der Bericht. Die Ausdrucke der Drucker sind von beeindruckender Qualität. Die Drucker arbeiten mit Papier-Layern und können fotorealistische Farben erzeugen, wie ein Video zeigt.

Die Drucker sollen im ersten Quartal des kommenden Jahres einsatzbereit sein. Sollten die Drucker in den Shops in Holland und Belgien gut ankommen, könnte es bald auch Drucker in anderen europäischen Ländern geben.

Foto: brit berlin  / pixelio.de

Ingenieure arbeiten an 3D-Druck mit Elektronik-Teilen

An der britischen Universität Warwick wird intensiv mit 3D-Druck gearbeitet und geforscht. Die Wissenschaftler beschäftigen sich in erster Linie mit der Frage, welche Fertigungsverfahren die Herstellung von Produkten günstiger und zeitsparender machen können. Derzeit arbeitet ein Team an der Entwicklung einer Methode, die den Ausdruck von Elektronik-Teilen ermöglichen soll, berichtet die Online-Ausgabe von Science Daily.

Dazu wurde ein einfach zu verarbeitendes und kostengünstiges Material entwickelt, welches die Forscher “Carbomorph” getauft haben. Es handelt sich dabei um einen leitfähigen Kunststoffverbund, der die Ausdrucke elektronischer Spuren und Sensoren ermöglicht, die beispielsweise mit einer Platine verbunden werden können. “Auf lange Sicht könnte diese Technologie die Herstellung von elektronischen Geräten revolutionieren”, erklärt Projektleiter Dr. Simon Leigh. Elektronische Geräte könnten zudem  vom Verbraucher stärker individualisiert werden. Ein weiterer Effekt soll die Verringerung von elektronischem Abfall sein.

Bislang gelang in Warwick nur die Umsetzung von einfacheren Strukturen. In einem nächsten Schritt soll die Herstellung  komplexerer Bauteile ermöglicht werden, wie sie zum Beispiel in TV-Fernbedienungen oder sogar Smartphones verwendet wird.

Der 3D-Druck ist in Großbritannien derzeit ein wichtiges Thema. Die Regierung in London will künftig in die Weiterentwicklung dieser Herstellungsmethode investieren, um heimischen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Für Aufsehen sorgte zudem die Messe 3D Print Show in London.

Foto: University of Warwick