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3D-Druck ein Problem für Handschellen-Hersteller

Die rasante Weiterentwicklung beim 3D-Druck wird offenbar zu einem Problem für die Hersteller von Handschellen. Ein deutscher Computer-Spezialist, der sich den Hacker-Namen “Ray” gegeben hat, präsentierte auf einem Workshop bei der “Hackers on Planet Earth Conference” in New York nachgebildete Schlüssel aus Plastik, die Hochsicherheitshandschellen der Firmen Bonowi (Deutschland) und Chubb (England) öffneten. Die Schlüssel hatte er zuvor mit einem 3D-Drucker sowie einem Laser-Cutter hergestellt. CAD-Modelle, die er anhand der Originalschlüssel herstellte, dienten “Ray” als Grundlage, berichtet das US-Wirtschaftsmagazin Forbes. Den Chubb-Schlüssel, der als Vorlage diente, habe er bei ebay erstanden.

Der Hacker betonte, dass er mit der Präsentation lediglich auf das Problem aufmerksam machen wolle: “Mein Ziel ist es nicht, die Sicherheit der Handschellen zu mindern oder ihre Angreifbarkeit zu präsentieren”, sagte er laut einem Bericht der Online-Ausgabe des österreichischen Kurier. “Die Werkzeuge, die ich verwende, sind für alle Menschen erhältlich. Wenn jemand plant, aus dem Gefängnis auszubrechen, kann er es ohne unsere Hilfe.”

Ein großes Problem für die Hersteller ist der universelle Gebrauch der Schlüssel. Die in der Praxis verwendeten Handschellen haben keine individuellen Schlüssel, da die Schellen von mehreren Beamten geöffnet werden müssen.

(Foto: birgitH/pixelio.de)

Veröffentlicht am 30.07.2012 um 9:37