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3D-Druck: Marktforscher befürchten große Urheberrechts-Probleme

Der 3D-Druck macht es Startup-Unternehmen, Forschern und kreativen Unternehmern weltweit derzeit recht leicht, doch könnte es bald einen ersten echten Dämpfer in der Entwicklung bzw. der Nutzung der Technologie geben. Wie das Marktforschungsunternehmen Gartner mitteilte, könnte Rechteinhabern von Patenten bis zum Jahr 2018 ein Schaden im Wert von mindestens 100 Milliarden Dollar entstehen – und zwar jährlich. Es ist anzunehmen, dass sich bei diesem Volumen sowohl Rechteinhaber als auch spezialisierte Anwaltskanzleien auf das Thema vorbereiten.

“Mit 3D-Druckern ist es so einfach wie noch nie, alles Mögliche zu kopieren – und Urheberrechtsverletzungen sind schwerer zu verhindern”, erklärt der Gartner-Analyst Pete Basiliere gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er rechnet auch damit, dass die Fortschritte beim 3D-Druck menschlicher Organe für Transplantationen in den kommenden Jahren zu Debatten über ein Verbot solcher Technologie führen werden.

Einfache Verbreitung der CAD-Daten

Inwieweit der private Gebrauch von 3D-Druckern von den Urheberrechtsproblemen betroffen sein wird, ist nur schwer vorherzusehen. Eine Kontrolle ist hier so gut wie ausgeschlossen, zumal die CAD-Dateien inzwischen mit geringem Aufwand mithilfe von Scannern erstellt werden können. Denkbar ist allerdings das Eindämmen des Tauschs der CAD-Dateien über Internet-Tauschbörsen, ähnlich wie es bereits bei Musik- und Filmdateien der Fall ist.

Ein Hobby-Tüftler aus Chicago hat bereits einen Weg gefunden, wie er seine selbst entworfenen Modelle zwar nicht schützen, aber markieren kann.

 

Veröffentlicht am 29.01.2014 um 9:58