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3D-Druck plus Zeit = 4D-Printing

Der US-amerikanische Architekt und Informatiker Skylar Tibbits vom MIT hat eine Technologie entwickelt, bei der Objekte mithilfe eines 3D-Druckers selbständig ihre Form annehmen. Die ausgedruckten Teile werden für den letzten “Produktionsschritt” in Wasser gelegt. Der Prozess wird durch zwei chemische Verbindungen ermöglicht, die durch den Kontakt mit Wasser in Gang gebracht werden. Dadurch wird unter anderem das Volumen des Objekts verdoppelt. Tibbits hat die Produktionstechnik 4D-Druck getauft, da zu den drei Dimensionen des Objekts (Länge, Breite und Höhe) der Faktor Zeit hinzukommt.

Am MIT, der Technische Hochschule und Universität in Cambridge, an der Tibbits als Dozent arbeitet, wird derzeit an einer Software getüftelt, die diesen Herstellungsprozess simulieren und damit vereinfachen soll. Die Forscher erwarten, dass die Technik im Weltraum und im Wasser zum Einsatz kommen könnte. Derzeit steht die Entwicklung allerdings noch am Anfang.

Tibbits hat das Projekt auf der TED-Konferenz in Kalifornien vorgestellt. Beteiligt an dem Projekt ist der Drucker-Hersteller Stratasys.

Gerade im Bereich der Weltraumforschung wird derzeit viel mit 3D-Druck gearbeitet. So plant die Europäische Weltraumorganisation ESA eine Mondstation, die vor Ort mit einem großen 3D-Drucker hergestellt werden. Das Unternehmen DIYRockets hat wiederum einen Wettbewerb ausgerufen, bei dem die Teilnehmer mithilfe eines 3D-Druckers einen Raketenantrieb bauen sollen.

Foto: Screenshot von vimeo (MIT/Stratasys)

Veröffentlicht am 14.03.2013 um 12:59