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3D-Druck unterstützt Paläontologen

Paläontologen aus Brasilien arbeiten mit CT-Scannern und 3D-Druckern, um ihre Funde besser bewerten und einordnen zu können. Dieses berichtet das Online-Portal newscientist.com. Demnach werden einzelne Fundstücke eingescannt und ausgedruckt, um anhand des 3D-Modells die Position des Fundstücks am tatsächlichen Skelett besser zu bestimmen.

Bessere Einordnung dank 3D-Modell

“Oftmals ist es schwer zu bestimmen, welchen Teil eines Tieres man in den Händen hält, wenn man ein Fossil gefunden hat”, erklärt Sergio Azevedo vom Nationalmuseum Brasilien aus Rio. “Manchmal hat man nur einen Teil eines Knochens oder einen Zahn.” Mit einem 3D-Modell seien die Bestimmung des Teils und auch die Bestimmung des gesamten Tieres viel leichter.

Der Scanner ist zudem hilfreich, wenn erst ein kleiner Teil eines Fossils freigelegt ist, und das Ausgrabungsteam nicht sicher ist, in welcher Position der Rest vergraben liegt. “Mit dem Scanner können wir im Vergleich zur herkömmlichen Paläontologie besser bestimmen, wie das Fossil in der Erde liegt”, so Azevedo. Somit kann auch ein großes Stück des Erdreichs entnommen und für eine genaue Untersuchung in ein Labor gebracht werden, ohne den Fund zu beschädigen. Diese Methode wird Ausgrabungen vermutlich stark beeinflussen. “Mit dem 3D-Druck wird es einen Sprung in der Paläontologie geben”, bestätigt der Kenianer Louise Leakey, der in Zusammenarbeit mit dem Turkana Basin Institut und dem Nationalen Museum Kenia in Nairobi die Seite africanfossils.org betreibt.

3D-Scanner helfen nicht nur bei Ausgrabungen, sondern auch bei der Bestimmung von Kunstwerken. Mithilfe eines Bilderkennungssystems werden bereits erste Werke erfasst, um sie nach einem Raub zweifelsfrei identifizieren zu können.

 

Veröffentlicht am 18.01.2013 um 9:36