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3D-Drucker stellt “Obst” her

Die Lebensmittelindustrie hat den 3D-Druck erstaunlich schnell für sich entdeckt. Neben zum Beispiel einem Drucker für Pizza und Pasta und einem Drucker für stilvoll angerichtete Schokolade gibt es mittlerweile sogar Astronauten-Mahlzeiten, die mithilfe von additiven Verfahren hergestellt werden. In allen Fällen geht es in erster Linie um die Ersparnis von Zeit und Kosten. Der Vorteil für den Endverbraucher, zum Beispiel in Hinblick auf Geschmack oder Bekömmlichkeit, ist derzeit noch überschaubar bzw. nicht vorhanden.

Einer der ersten Beiträge, der nicht auf Zeit- oder Kostenersparnis abzielt, kommt aus Großbritannien. Das Unternehmen Dovetailed bedient sich dabei einer Technik aus der Molekularküche (der so genannten Sphärifikation) und vermischt Fruchtsäfte mit Alginsäure. Diese Mischung wird in ein kaltes Bad aus Calciumchlorid geträufelt, so dass sich eine dünne Hautschicht bildet, die aus der zähflüssigen Mischung ein greifbares und essbares Objekt macht.

Fruchtperlen statt richtigem Obst

Zwar wird das Projekt derzeit häufig als “Obst ausdrucken” bezeichnet, doch handelt es sich bei dem fertigen Produkt eher um viele kleine, bunte Kügelchen, die in ihrer Konsistenz eher an Siruptropfen oder Kaviar erinnern.

Dovetailed 3D Fruit Printer from Dovetailed on Vimeo.

Laut Dovetailed können verschiedene Formen ausgedruckt werden, die aber allesamt die Fruchtperlen als Grundlage haben. Ein Ausdruck von zum Beispiel einem Apfel oder einer Birne ist also nicht möglich.

Veröffentlicht am 27.05.2014 um 8:53