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3D-Drucker verarbeitet Marmorstaub

Marmorsteinplatten sind ein ausgesprochen teurer Werkstoff, bei dessen Verarbeitung bis zu 25 Prozent Abfall in Form von Staub anfallen können. Ein italienisches Unternehmen hat nun einen Weg gefunden, wie dieser Abfall sinnvoll genutzt werden kann.

Die Ingenieure von “Marble EcoDesign” forschen bereits seit längerem mit additiven Herstellungsverfahren, bei denen Marmorstaub als Druckmaterial verwendet werden kann. Mit dem nun vorgestellten Verfahren, einer Mischung aus Fused Filament Fabrication (FFF) und Photopolymerisation, ist es möglich, den Staub zu verarbeiten und zu Objekten aufzubauen. Die Steinpartikel wurden hierfür mit einem flüssigen und lichtempfindlichen Kunststoff gemischt. Die Mischung wird anschließend mit einer Lichtquelle ausgehärtet.

“Marble EcoDesign” stammt aus der italienischen Region Coreno Ausonio, rund 140 Kilometer südlich von Rom, in der Marmorplatten industriell verarbeitet werden. Die Technik soll nicht nur dem 3D-Druck Material liefern, sondern auch das Abfall-Problem beheben. Die Entsorgung von Marmorstaub ist aufwendig und teuer, was für die örtlichen Betriebe ein großer Kostenfaktor ist.

Für Aufsehen sorgte zuletzt die Arbeit von zwei Architekten, die mithilfe des 3D-Drucks eine begehbare Grotte aus rund 11 Tonnen Sandstein erstellten.

 

Veröffentlicht am 31.10.2013 um 10:42