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Amsterdam: Haus aus dem 3D-Drucker

Sechs Meter hoch, drei Meter breit: Die Ausmaße des 3D-Druckers Kamermaker, der in Amsterdam ein ganzes Haus herstellen soll, sind beachtlich. Dieses ist auch nötig, denn das Projekt ist ambitioniert: Ganze drei Stockwerke soll das fertige Kanalhaus beherbergen und nach Fertigstellung ein klassisches Giebeldach tragen.

Verwirklicht wird das Projekt mit dem Namen 3D Print Canal House Project vom niederländischen Architekturbüro Dus Architects, das den Kamermaker bereits vor rund zwei Jahren vorgestellt hat,  und soll in spätestens drei Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Der erste von insgesamt 13 Räumen soll noch Mitte dieses Jahres stehen. Wie golem.de berichtet, sind die ersten Baublöcke bereits an ihrem Platz.

Der Drucker mit den enormen Ausmaßen ist eine vergrößerte Version des Desktop-Druckers Ultimakers von der gleichnamigen Firma aus den Niederlanden. Das Unternehmen war an der Konzipierung und am Bau des “Haus-Druckers” maßgeblich beteiligt.

Wie auch das kleine Vorbild, arbeitet der Kamermaker (zu dtsch: Zimmermacher) mit einem Schmelzschichtung-Verfahren (Fused Deposition Modeling, FDM). Das Verarbeitungsmaterial wird also vom Drucker eingeschmolzen und in heißem, zähflüssigem Zustand zu Blöcken aufgetragen, die zusammen das Gebäude bilden. Ein Block wiegt etwa 180 Kilogramm und ist nach etwa einer Woche ausgedruckt und ausgehärtet.

Das Druckmaterial kommt vom deutschen Hersteller Henkel und ist ein thermoplastischer Schmelzklebstoff , der eigentlich durchsichtig ist. Bei dem Projekt wird das Material allerdings schwarz eingefärbt. Wie der Hersteller versichert, findet bei der Verarbeitung keine chemische Reaktion statt und wird hauptsächlich aus Raps hergestellt.

Veröffentlicht am 07.04.2014 um 10:36