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Der 3D-Druck kann italienische Kleinunternehmen retten

Die Insel Murano vor Venedig ist für ihre Glasbläserkunst bekannt. Derzeit läuft das Geschäft allerdings schleppend, die Konkurrenz ist groß, viele Familienunternehmen sind zerstritten. Die teure und aufwendige Arbeit wird immer weniger wertgeschätzt – viele Betriebe stehen vor dem Aus. Wenn da nicht der 3D-Druck wäre. Die alteingesessene Glasbläserei Salviati zum Beispiel setzt auf moderne Designs, die durch die neue Technik realisiert werden.

Altes und Neues verbinden

Im Betrieb wollte man das Handwerk revolutionieren. Deshalb wurde versucht, unterschiedliche Materialien kunstvoll zu verschmelzen, was bisher enorm erfolgreich ausfällt. Bereits Ende der 80er-Jahre wurde beschlossen, den 3D-Druck zukünftig als Kerngeschäft in den Betrieb zu nehmen. Mittlerweile produziert das Unternehmen HSL, welches seit 2013 mit der Glasbläserei Salviati zusammenarbeitet, auch Schmuck, Lampen und Designobjekte – alles gedruckte Artikel. Mittlerweile kann man dadurch auf einen Jahresumsatz von sechs Millionen Euro blicken. Wie der Geschäftsführer von HSL, Ignazio Pomini, feststellt, sind die Vorbehalte bei vielen Firmen gegenüber 3D-Druckern nach wie vor vorhanden. Dennoch möchte er an der Technologie festhalten und immer mehr Partner finden. Bisher sei eine Schreinerei in Südtirol in fester Kooperation, ebenso signalisierten Leder- und Keramikindustrien ihr Interesse.

Mit der 3D-Technik könnten in Italien kleine und mittelständische Unternehmen unterstützt werden. Diese bilden das Rückgrat der Wirtschaft. Das Problem dabei ist, dass das Geld fehlt, um in die Forschung zu investieren. Mithilfe des 3D-Drucks ließen sich kostengünstig Prototypen sowie maßgeschneiderte Objekte herstellen. Ebenso wird der Weg für neue Materialien geebnet. Dabei soll die alte Fertigungskunst nicht verlorengehen, sondern sich mit der Generation Druck verknüpfen.

Veröffentlicht am 02.07.2014 um 8:49