SilverFast PrinTao - Professionelle Drucker Software

Der 3D-Drucker kann Leben retten

Dass Lebensmittel aus dem 3D-Drucker keine ganz große Besonderheit mehr sind, ist bekannt. Nun unterstützt die Innovation aber auch Menschen, die Probleme beim Essen bekommen können. Personen, die unter der gefährlichen Schluckstörung Dysphagie zu leiden haben, sind in der Lage, bald schon unbeschwert zu essen. Der Drucker versetzt Hähnchenpaste, Erbsen und Möhren mit einem speziellen Geliermittel. So entsteht ein sehr leicht kaubares Gewebe.

Keine Gefahr mehr beim Essen

Mehr als 5 Millionen Menschen in ganz Deutschland leiden an Dysphagie. Anstatt in den Magen gelangen die Lebensmittel dabei versehentlich in die Lunge. Dies kann zu äußerst bedrohlichen Situationen führen.  Der Geschäftsführer von Biozoon aus Bremen, Matthias Kück, kam deshalb auf eine geniale Idee. Das Unternehmen ist bereits seit Langem mit spezieller Nahrung für Erkrankte betraut. Die neueste Errungenschaft ist der 3D-Drucker für gelierte Lebensmittel.

So funktioniert das Gerät

Der Drucker besitzt unterschiedliche Düsen. In jeder davon befindet sich Lebensmittelpaste, die mit Geliermittel versetzt ist. Diese Mischung wird durch den Drucker in einzelnen Schichten auf den Teller gegeben. Auf diese Weise entsteht eine Art Mus, die herkömmlichen Lebensmitteln täuschend ähnlich sehen. So kann das Auge ebenfalls mitessen. Je nach Grad der Erkrankung sprüht der 3D-Drucker unterschiedliche Konsistenzen auf – diese sind dabei immer leicht bekömmlich.

Interessierte können mit dem Drucker bereits ab Ende nächsten Jahres rechnen. Derzeit wird er an der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf in der Nähe von München noch weiter getestet.

 

Bilder: 460527_web_R_K_by_Sarah Grazioli_pixelio.de

Veröffentlicht am 11.06.2014 um 11:45