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Europäische Mondstation mit 3D-Druck geplant

Nach der us-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa beschäftigt sich nun auch die Europäische Weltraumorganisation ESA mit dem 3D-Druck im Weltall – und plant dabei gleich Großes. Während bei der Nasa noch generell über die Anwendung der Technik im All nachgedacht wird, plant man bei der ESA die konkrete Errichtung einer Mondbasis. An dem Projekt ist auch der britische Architekt Sir Norman Foster beteiligt, der unter anderem die gläserne Kuppel auf dem Reichstagsgebäude in Berlin entworfen hat.

Geplant ist ein modulares, zweiteiliges Gebäude in Form einer Kuppel und einer Röhre. Die Wände sollen aus einer zellenförmigen Struktur bestehen, die Mikrometeoriten und Weltraumstrahlung standhalten sollen. Gedruckt wird mit einem 3D-Drucker, der unter anderem aus einem sechs Meter großen Rahmen und mehreren Düsen besteht. Die Düsen sollen das sandartige Baumaterial zusammen mit einem Bindemittel Schicht für Schicht zu dem Gebäudegrundriss aufbauen. Der vollständige Druck des Gebäudes dauert nach derzeitigen Berechnungen rund eine Woche. Die ESA prüft mit mehreren Unternehmen, ob und wie solch ein Projekt verwirklicht werden kann.

“Mit 3D-Druckverfahren werden auf der Erde schon komplexe Gebäudestrukturen erzeugt”, so Laurent Pambaguian, Projektleiter der ESA auf der Website der Organisation, zu den grundlegenden Überlegungen des Projekts. “Der 3D-Druck stellt eine potenzielle Möglichkeit dar, die von der Erde aus notwendige Logistik zu reduzieren und die Besiedlung des Mondes damit zu erleichtern”, ergänzt sein Kollege Scott Hovland. Im Mittelpunkt stehen also vor allem Zeit- und Kostenersparnis – wie auch bei vielen Projekten, die für die Erde gedacht sind.

Foto: Foster+Partners

Veröffentlicht am 01.02.2013 um 13:39