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Experten: 3D-Druck vor Grundsatzdebatte über Urheberrechte

Durch die immer weiter steigende Qualität der Objekte, die sich mit 3D-Druckern herstellen lassen, bekommen einige Wirtschaftsbranchen ein Problem, vermuten die Analysten vom britischen “Economist”. Einige Firmen müssten demnach den Wegfall ganzer Absatzzweige fürchten – was bereits heute zu Gerichtsverfahren führt. Der 3D-Druck-Branche könnte ein Grundsatz-Kampf um Urheberrechte drohen, ähnlich dem der Musik- und Filmindustrie.

Viele Produkthersteller werden versuchen, die massenhafte Verbreitung von heimischen Kopien zu verhindern, berichtet das Online-Portal extremnews.com unter Berufung auf den “Economist”. Die Analysten der britischen Wochenzeitschrift gehen davon aus, dass die betroffenen Industriezweige versuchen werden, 3D-Drucker als “Piraterie-Maschinen” zu brandmarken. Immerhin ermöglichen 3D-Drucker die Kopie jeglicher Form in einer ganzen Reihe von Materialien.

Die Produktpiraterie stellt für viele Firmen bereits heute ein großes Problem dar, doch derzeit geht es fast ausschließlich um professionelle Fälscher, die oftmals aus dem chinesischen Raum stammen. Künftig könnten allerdings auch die Verbraucher selbst Produkte in herausragend guter Qualität kopieren bzw. von Anbietern herstellen lassen. Einen großen juristischen Kampf dürfte es deshalb um die Verbreitung der CAD-Daten der Produkte geben. Hat ein Verbraucher die Daten eines Produkts vorliegen, ist die Herstellung des Produkts mithilfe eines 3D-Druckers bereits heute kein Problem mehr. Erste juristische Auseinandersetzungen um die Verbreitung dieser “Baupläne” hat es bereits gegeben. Ein Grundsatzurteil steht allerdings noch aus.

Veröffentlicht am 02.10.2012 um 8:45