SilverFast PrinTao - Professionelle Drucker Software

Fleisch aus dem 3D-Drucker: Start-Up findet Investor

Mit einer sogenannten Biotinte will das amerikanische Unternehmen „Modern Meadow“ nun versuchen, essbares Fleisch aus dem 3D-Drucker zu gewinnen. Bisher fehlte den Entwicklern jedoch das Geld für eine Umsetzung. Nun hat sich ein chinesischer Investor gefunden, der die Idee mit 10 Millionen US-Dollar subventionieren will.

Ressourcen sparen – eine reine Zukunftsvision?

Zellen lebender Rinder oder Schweine sollen nach der Vorstellung des Biophysikers Gabor Forgacs in einem Bioreaktor reifen. Danach ensteht eine Masse, Biotinte genannt, mit welcher man den 3D-Drucker „füttert“. Mithilfe des Bioprintings werden anschließend Teile entstehen, die zur Herstellung von Schuhen oder Textilien eingesetzt werden bzw. als Schnitzel auf den Tellern landen. Damit würde man eine große Revolution schaffen: Die Umweltbelastung könnte gesenkt und der enorm hohe Fleischkonsum (ca. 60 Kilogramm pro Person jährlich) gedeckt werden. Zugleich werden Wasser- und Energievorkommnisse reduziert und der Flächenbedarf für Nutztiere eingeschränkt.

Was für die Umsetzung bislang gefehlt hatte, war das nötige Geld. „Die innovativen und bahnbrechenden Lösungen von Modern Meadow können helfen, den globalen Herausforderungen zu begegnen“, ist Bart Swanson von Horizon überzeugt. Das Unternehmen aus Hongkong unterstützt das Projekt nun mit finanziellen Mitteln. Weitere Stiftungen fördern die Innovation ebenfalls.

Damit die Idee auch weiterhin Anhänger bekommt, tourt der Hauptverantwortliche Forgacs um die Welt. Die bahnbrechende Alternative müsse bekanntgemacht werden, damit möglichst viele Menschen, die Idee umsetzen und unterstützen. Seine erste Firma Organova entwickelte bereits 3D-Techniken, die zur Herstellung von tierischem Gewebe in der Medizin eingesetzt wurden. In einem weiteren Schritt möchte er menschliche Organe via 3D-Druck erstellen.

Veröffentlicht am 04.08.2014 um 15:07