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Gerät recycelt Plastikmüll für 3D-Drucker

Getränke- oder Spülmittelflaschen werden zu “Futter” für den 3D-Drucker: Ein US-amerikanischer Tüftler hat ein Gerät entwickelt, mit dem herkömmliche Kunststoff-Gegenstände aus dem Haushalt in Verbrauchsmaterial für 3D-Drucker umgewandelt werden können. Mit dem so genannten Filabot werden zum Beispiel Plastikflaschen eingeschmolzen und zu Fäden verarbeitet, die von 3D-Druckern verwendet werden können.

Das Gerät kann mit Kunststoffteilen mit einer Größe von bis zu 10 Zentimetern umgehen. Diese werden vom Gerät zerkleinert, eingeschmolzen und durch eine Form gepresst, so dass die gewünschte Fäden-Form entsteht. Zum Schluss werden die Fäden über eine Walze gerollt, um einen gleichmäßigen Durchmesser zu erhalten. Das Endergebnis sind Fäden mit einem Durchmesser von 1,75 oder 3 Millimetern. Verarbeitet werden viele Thermoplasten wie zum Beispiel Polyethylen, Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) und Nylon.

Das Gerät soll einen geschlossenen Recycling-Kreislauf für den 3D-Druck ermöglichen, erklärt Entwickler Tyler McNaney dem US-Magazin Wired. Die Nutzer sollen zudem bei ihren Projekten unabhängiger von den Verbrauchsmaterialien und den entsprechenden  Kosten sein, so der Ingenieur. Besonders für Nutzer, die viel drucken, dürfte dieser Aspekt interessant sein.

Finanziert hat McNaney die Entwicklung mit einer Crowdfunding-Kampagne, bei der Jedermann einen finanziellen Beitrag leisten kann und bei einem Erfolg des Projekts am Erlös prozentual beteiligt wird. Die Geräte sind noch nicht erhältlich, die erste Charge wird derzeit produziert, so McNaney.

Kunststoffe sind nicht die einzigen Materialien, mit denen 3D-Druck möglich ist. In der Flugzeugindustrie wird beispielsweise mit Titan geforscht.

Foto: Whitney Trudo

Veröffentlicht am 22.01.2013 um 10:18