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Hersteller von Sicherheitstechnik: Schlüssel nicht mit 3D-Drucker kopierbar

Der Sicherheitstechnik-Hersteller EVVA aus Österreich wehrt sich gegen den Eindruck, dass auch hochwertige Schlüsseltechniken mithilfe eines 3D-Druckers umgangen werden können. In einer Pressemeldung erklärt das Unternehmen, warum eine simple Schlüsselkopie aus dem 3D-Drucker einen hochwertigen Schließzylinder nicht öffnen kann.

Mehrere Sicherheitsstufen

Zentral ist hier das sogenannte “Magnet-Code-System” (MCS), bei dem Magnetrotoren im Schließzylinder mit Magnetpillen im Schlüssel zusammenarbeiten. Wird ein MCS-Schlüssel mit passender magnetischer Codierung eingeführt, werden alle Magnetrotoren in die richtige Schließposition gebracht, so dass das Schloss öffnet bzw. schließt. Stimmt die Codierung nicht überein – oder ist gar nicht vorhanden, wie es bei einer Kopie mit CAD-Daten der Fall ist – verweigert der Schließzylinder die Arbeit. Die Tür kann also nicht geöffnet werden. Zudem gibt es eine mechanische Kontrolle innerhalb des Systems (zum Beispiel durch Abfrage der richtigen Schlüssellänge) und eine weitere technische Manipulationskontrolle.

Im vergangenen Jahr hatten zwei MIT-Studenten für Aufregung gesorgt, als sie einen Sicherheitsschlüssel der Firma Primus mithilfe eines 3D-Druckers und eines Scanners live auf einer Konferenz kopierten. Mit dem Schlüssel ließ sich das Sicherheitsschloss tatsächlich öffnen. Seitdem ist die Sicherheitsbranche darum bemüht, das Vertrauen in die aktuelle Sicherheitstechnik zu stärken.

Veröffentlicht am 18.02.2014 um 10:56