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Industrielle Fertigung: 3D-Druck mit Laser auf dem Vormarsch

Die Herstellung von Bauteilen dürfte in den nächsten Jahren durch laserbasierte Fertigungsverfahren stark optimiert werden. “Wir stehen kurz vor der dritten industriellen Revolution”, vermutet Christian Hinke, Leiter der Gruppe Integrative Produktion am Lehrstuhl für Lasertechnik der RWTH Aachen, gegenüber den vdi-Nachrichten. Denn laserbasierte Fertigungsverfahren erfüllten die vom Markt gestellten Anforderungen besser als bisherige Verfahren. So sei eine höhere Bauteilkomplexität und Individualisierung zu gleichzeitig attraktiven Kosten möglich, erklärt Hinke. Bei der Produktion werden CAD-Daten des jeweiligen Produkts verwendet.

Schnell, unkompliziert und kostengünstig

Auch hier wird der Werkstoff dreidimensional in Schichten aufgetragen. Das verwendete Metall- oder Keramikpulver wird dabei von einem Laser geschmolzen, damit es verarbeitet werden kann. Durch die schichtweise Aufbautechnik sind die Fertigungskosten bei generativen Fertigungsverfahren nahezu unabhängig von der gewünschten geometrischen Komplexität eines Bauteils. Ein aufwendig konstruiertes Bauteil kann also ebenso kostengünstig produziert werden, wie ein simples Bauteil, denn der Kostenfaktor orientiert sich hier in erster Linie am verbrauchten Material, nicht an der Komplexität des Produkts. Die Herstellung kann zudem vor Ort, also zum Beispiel direkt beim Maschinenbauer, durchgeführt werden, was Transportkosten und Zeit spart.

Auch im industriellen Bereich wird die Verfügbarkeit der entsprechenden CAD-Daten immer wichtiger werden, denn nur wer die Daten für ein bestimmtes Produkt oder Ersatzteil hat, kann dieses auch produzieren. Teure und langwierige juristische Auseinandersetzungen dürften kaum vermeidbar sein, gleich so, wie sie bereits die Musik- und Filmindustrie bei den mp3- und digitalen Filmformanten erlebet haben.

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Veröffentlicht am 04.01.2013 um 10:12