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Ingenieure entwickeln Drohne aus dem 3D-Drucker

Die Ähnlichkeit mit der Drohne X-47B der US-Marine ist zwar nicht von der Hand zu weisen, doch militärischen Zwecken soll das Fluggerät nicht dienen: Wissenschaftler der Uni Sheffield (Großbritannien) haben ein Fluggerät entworfen, dessen  Gehäuse vollständig aus dem 3D-Drucker kommt. Derzeit handelt es sich zwar noch um einen Gleiter (also nur das Gehäuse samt Flügel, ohne Technik), denn Antrieb (zwei elektrisch betriebene Propeller) und Steuerung (inklusive Datenbrille) sind noch in der Vorbereitung, berichtet golem.de.

Die britischen Wissenschaftler fertigten den Prototypen mit dem Schmelzschichtungsverfahren FDM (Fused Deposition Modelin) aus ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat). Das so genannte Nurflügelflugzeug besteht aus insgesamt neun Teilen und wird nach dem Ausdruck zusammengesteckt. Eine Aufrüstung mit Kamera ist geplant. Aufgrund der geringen Herstellungskosten seien später auch “Einweg-Missionen” denkbar, bei denen das Fluggerät im Einsatzgebiet zurückbleibt, wenn z.B. der Akku leer ist.

Der Ausdruck der Einzelteile ist ohne Stützstrukturen möglich, was nicht nur Material spart, sondern auch Zeit. Von Druckbeginn bis erstem Flug vergehen im Idealfall lediglich 24 Stunden.

Ferngesteuerte Fluggeräte gibt es im  Handel zur Genüge. Wer einen 3D-Drucker hat, kann sich allerdings auch selbst eine Drohne ausdrucken, wie der Niederländer Jasper van Loenen beweist, der die Baupläne seines Eigenbau-Fluggeräts frei zugänglich gemacht hat.

Teaser-
Foto: The University Of Sheffield

Veröffentlicht am 01.04.2014 um 8:14