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Daten-Skulpturen: Zahlen haptisch begreifbar machen

Volker Schweisfurth verfolgt einen völlig neuen Ansatz, eine hohe Dichte an Zahlen verständlich zu machen: Der Wirtschaftsingenieur aus Düsseldorf stellt Datentabellen mit Hilfe des 3D-Druck-Verfahrens als Skulpturen dar. Die bisher etwa handgroßen Daten-Skulpturen werden aus einem stabilen Multi-Color-Kunststoff gedruckt.

Was man damit anfangen kann? Ich denke, die Möglichkeiten sind vielfältig. Zum einen: Für Banken und überhaupt alle Unternehmen, die mit Daten arbeiten und eine große Dichte von Zahlen “auf einen Blick” vermitteln wollen, werden mittels dieser Daten-Skulpturen die Daten im wörtlichen Sinne “greifbar”. Das physische Modell stellt verständlich und vorstellbar – haptisch – dar, was sonst aus verschiedenen Quellen erst recherchiert, zusammengefasst und in einer Excel-Tabelle gegenübergestellt werden müsste.

Zum anderen: Auch Sehbehinderten bieten diese 3D-gedruckten Daten-Skulpturen verbesserte und erweiterte Möglichkeiten, Zahlen zu erfassen.

Als Basis für seine Zahlen nutzt Schweisfurth unter anderem globale Daten aus Weltbankberichten, von Transparency International, UNCTAD, dem US Census Office und der jährlichen Forbes-”2000 Companies”-Hitliste.

Hier zwei Beispiele realisierter Modelle:

Modell Weltbevölkerung: Landhöhen geben die prognostizierten Bevölkerungsgrößen im Jahr 2050 wieder. Dabei ragen Indien (links) und China (rechts daneben) heraus. Zahlen: Weltbank. Die Plastik zeigt Details bis 0,2 mm.

 

 

 

 

Modell “Corporate Manhattan”: Klötze als aktuelle Bilanz-Kennzahlen der 240 größten börsennotierten Konzerne, angeordnet nach Ländern (links US-Konzerne). Die Grundflächen der einzelnen Konzern-”Klötze” geben den Börsenwert Ende 2012 wieder (in US$), die Klotzhöhen den Umsatz; auf der Plastik vorne links sieht man WalMart, dahinter Apple herausragen. Die Konzernsitze sind blau (Amerika), grün (Europa) und gelb (Asien) eingefärbt. Ein solches Modell ist somit zugleich ein “Luftbild der Globalisierung”.  (Beschreibung der Fotos sowie Fotos aus Pressemitteilung von MeliesArt übernommen)

Wer mehr Informationen über die Daten-Skulpturen sucht, findet sie auf den Websites:

http://visualizing.org/visualizations/corporate-manhattan

http://blog.sculpteo.com/2012/05/07/featured-sculpteo-stores-1-nostromo-and-the-datasculptures/

http://www.aviz.fr/Research/PassivePhysicalVisualizations

http://www.sculpteo.com/en/gallery/today/?order_by=timestamp&search=Nostromo

DataSculptures sind ein MeliesArt-Projekt von Dipl.-Ing. Volker Schweisfurth aus Düsseldorf (Telefon: 0211-7480416) (mivoschweisfurth@arcor.de).


Petra Fastermann gründete 2010 in Düsseldorf die Firma Fasterpoly GmbH, welche 3D-Druck als Dienstleistung anbietet und außerdem selbst entwickelte Produkte unter der Marke Fasterpoly vertreibt. Im November 2011 wurde Petra Fastermann für ihr Start-up-Unternehmen mit dem Unternehmerinnenbrief NRW ausgezeichnet.

Im Juli 2012 veröffentlichte sie im Springer-Verlag ein Fachbuch zu 3D-Druck/Rapid Prototyping. Noch im selben Winter veröffentlichte sie mit “Die Macher der dritten industriellen Revolution: Das Maker Movement” ein weiteres Buch zum Thema. Außerdem gibt es von der Autorin einige Bücher im Bereich Belletristik.