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Kunstgemälde: Van Gogh Museum verkauft 3D-Replikate für 25.000 Euro

Das Amsterdamer Van Gogh Museum bietet seinen Besuchern Replikate der großen Meisterwerke an, die eingescannt und mit einem 3D-Drucker hergestellt wurden. Der Preis der hochwertigen Nachbildungen liegt bei 25.000 Euro pro Stück. Die Drucke sind angeblich die derzeit genauesten Reproduktionen überhaupt. Aufgrund der dicken, teils zähflüssigen Ölfarben, die in der Kunst verwendet werden, können Drucke auf Papier das Original nur sehr oberflächlich wiedergeben.

Derzeit stehen die Nachbildungen von fünf Gemälden zum Verkauf. Die Replikate, Relievos genannt – abgeleitet von der Herstellungstechnik Reliefografie, sind pro Werk auf 260 Stück limitiert. Damit die Nachbildungen nicht als Originale ausgegeben werden, wird jedes Relievos mit einem nicht entfernbaren Siegel versehen. Die nachgebildeten Werke sind: Sonnenblumen, Die Ernte, Mandelblüte, Boulevard de Clichy und Feld unter Sturmhimmel.

Aufwendiger Herstellungsprozess

Die Technik stammt von Fujifilm. Aufgrund des aufwendigen Herstellungsprozesses sind pro Tag lediglich drei Relievos möglich. Vor dem Verkauf prüft ein Sachverständiger des Museums, ob die Nachbildung gelungen ist. Die Technik soll nicht nur Kunstliebhabern zugutekommen, sondern beispielsweise auch sehbehinderten oder blinden Menschen, die die Werke somit ertasten können. Andere Museen sollen bereits Interesse an der Technik bekundet haben.

Die Originale kosten mehrere Millionen Euro. Das teuerste Werk, das derzeit als Replikat vom Museum angeboten wird, wird derzeit mit 82,5 Millionen Euro taxiert.

Kunstliebhaber haben den 3D-Druck übrigens schon seit längerem für sich entdeckt. So reproduzierte ein kalifornischer Künstler mit einer Digitalkamera und frei erhältlicher Software Werke aus dem Britischen Museum in London, während ein niederländischer Künstler sogar sein eigenes Skelett nachbaute.

Foto: bobby metzger  / pixelio.de

Veröffentlicht am 11.09.2013 um 11:22