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Nasa-Ingenieure verzehnfachen Raketen-Leistung mit 3D-Druck

Auf der Suche nach Möglichkeiten, die Mars-Mission weiter voranzubringen, sind Nasa-Ingenieure aus Huntsville (US-Staat Alabama) womöglich einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Auf der Suche nach einer günstigeren und zugleich effizienteren Möglichkeit, die Antriebsstufe der neuen Trägerrakete Space Launch System (SLS) herzustellen, machten die Fachleute eine erstaunliche Entdeckung: Die mithilfe eines 3D-Druck-Verfahrens hergestellten Einspritzdüsen sorgten dafür, dass die Triebwerke das Zehnfache (!) der ursprünglichen Leistung lieferten. Nach einem Bericht der Online-Ausgabe der Wirtschaftswoche hatten die Ingenieure sich zwar eine verbesserte Leistungsabgabe erhofft, zeigten sich von der enormen Steigerung aber dennoch überrascht.

In der Industrie, besonders in der Luftfahrt- und Raumfahrttechnik, kommen additive Verfahren derzeit häufig zum Einsatz, wenn es um die Herstellung von Triebwerksschaufeln und Fahrwerksteilen geht. Ein großer Vorteil ist hier die hohe Dichte, die das Material durch den schichtweisen Aufbau erhält. Dadurch sind die Teile nicht nur besonders belastbar, sondern auch vergleichsweise leicht sowie kostengünstig und zeitnah herzustellen.

Trotz der recht schnellen Entwicklung der Desktop-Heimdrucker für den privaten Gebrauch sehen Fachleute das derzeit wohl größte Potential der noch recht jungen Technik im industriellen Bereich, wo besonders komplexe und extrem leistungsfähige Metallteile hergestellt werden.

Veröffentlicht am 24.03.2014 um 10:18