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Paralympics: Rollstuhl-Basketballer arbeiten mit CAD-Daten

Bei den Paralympics in London greifen die Rollstuhl-Basketballer des britischen Teams erstmals auf Sitze zurück, die mithilfe von CAD-Daten hergestellt wurden. Die maßgeschneiderten Sitze sind eine echte Hilfe, denn sie berücksichtigen die jeweilige Behinderung des Spielers und ermöglichen somit mehr Bewegungsfreiheit und einen größeren Halt des Sportlers auf dem Rollstuhl.

Die Sitze, die am Loughborough University Sports Technology Institute konzipiert und hergestellt werden, bestehen aus einem Schaum-Inlay und einer äußeren Kunststoffschale, die auf die bereits vorhandenen Rollstühle montiert werden. Für die Herstellung wird zunächst von jedem Spieler ein 3D-Scan erstellt. Mit den daraus resultierenden CAD-Daten werden die individuellen Feinheiten jedes Sportlers ermittelt, die bei der Herstellung den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem wirklich guten Sportrollstuhl ausmachen können. Besonders bei der Positionierung des Sitzes auf dem Rollstuhl sind die Daten hilfreich. Die Fertigung erfolgt schließlich per Hand.

“Bisher standen den Spielern lediglich ein paar Standardsitze zur Auswahl”, erklärt Projektleiter Dr. Gavin Williams auf der Website von Sponsor EPSRC. “Eine individuelle Anpassung war nur sehr begrenzt möglich.” Da die körperlichen Voraussetzungen der Spieler jedoch sehr unterschiedlich sind, ist eine Maßanfertigung sinnvoll. Denn nur bei optimalem Halt und zugleich größtmöglicher Bewegungsfreiheit kann ein Spieler Höchstleistungen bringen.

Foto: querschnitt / pixelio.de (241690) – zu sehen ist ein handelsüblicher Sportrollstuhl

Veröffentlicht am 07.09.2012 um 10:01