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Plastik-Abfall als 3D-Druck-Filament umweltschonender als Recycling

Dass der 3D-Druck einen Teil zum Umweltschutz und zur sinnvollen Wiederverwertung von Rohmaterialien beitragen kann, ist nicht neu. Wie groß dieser Teil tatsächlich sein kann, hat ein Forscher aus Michigan herausgefunden.

Joshua Pearce von der Michigan Technological University (MTU) hat in einer Studie festgestellt, dass das Umwandeln von Plastikabfällen in 3D-Druck-Filamente sinnvoller ist, als das Recyceln der Abfälle. Für die Studie erstellte Pearce eine Ökobilanz für einen gewöhnlichen Milchkrug aus HDPE-Plastik, berichtet David Gotsch in einem Gastbeitrag für 3druck.com. Dabei wurde der ausgediente Milchkrug gewaschen, zerteilt und geschreddert und mithilfe eines Extruders in Filamente umgewandelt.

Im Vergleich mit einem durchschnittlichen städtischen Recycling-Programm wurde für die Umwandlung 3 Prozent weniger Energie benötigt. Bei schlechteren Bedingungen für das Recycling-Programm, zum Beispiel in ländlichen Gegenden, wo es deutlich längere Transportwege gibt, kann die Stromersparnis im Vergleich sogar auf bis zu 80 Prozent anwachsen.

Die Herstellung von Filament verbraucht zudem rund 90 Prozent weniger Energie als die Herstellung von neuem Kunststoff. Wie Pearce weiter angab, kostet ein Kilogramm Filament, das aus recyceltem Kunststoff besteht, rund 10 Cent, während ein Kilogramm im Handel mindestens 36 US-Dollar kostet.

Veröffentlicht am 10.03.2014 um 16:07