SilverFast PrinTao - Professionelle Drucker Software

Plastische Chirurgie: Mediziner testen 3D-Druck

Viele Menschen, die beispielsweise aufgrund eines Unfalls auf plastische Chirurgie angewiesen sind, können künftig vom 3D-Druck profitieren. Dieses glauben zumindest Forscher der University of Sheffield (Großbritannien), die derzeit daran arbeiten, Prothesen für den Gesichtsbereich mithilfe der Technik zu produzieren, berichtet der Online-Dienst 3ders.org. Die Herstellung und Anpassung aktueller Prothesen dauert mitunter noch recht lang und ist teuer. Zudem gibt es Schwankungen in Qualität und Haltbarkeit. Das medizinische Forscherteam aus Sheffield um Professor Ric Van Noort will dieses verbessern.

Die Entwicklung und Herstellung von Prothesen dieser Art ist nicht ganz einfach, denn die Anforderungen sind hoch. So muss das verwendete Material strapazierfähig, flexibel und vom Körper gut zu vertragen sein. Allergische Reaktionen der Haut dürfen selbstverständlich nicht auftreten. Zudem gibt es besonders im Gesichtsbereich hohe Ansprüche an die Optik.

Die Herstellung ist für den Kunden dabei recht simpel: Es werden Fotoaufnahmen vom Gesicht gemacht, die am Computer weiterverarbeitet werden und als Grundlage für den 3D-Drucker dienen. Ist die Prothese ausgedruckt und entspricht den Erwartungen, werden die Daten gespeichert und können bei einer späteren Nachbestellung wiederverwendet werden. Eine erneute Vorstellung in einer Klinik ist also nicht notwendig. Das Verfahren, an dem derzeit in Sheffield gearbeitet wird, ist zudem deutlich kostengünstiger als bislang gängige Verfahren.

Foto: Halina Zaremba / pixelio.de

Veröffentlicht am 07.11.2012 um 14:30