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Teile für Flugzeuge nun auch aus dem 3D-Drucker

Der 3D-Druck schreitet immer weiter voran. Nun haben sich Forscher des Airbus-Werks in Hamburg an Flugzeugteile aus der Druckmaschine gewagt. Vor allem die große Zahl an Vorteilen gegenüber herkömmlichen Baustücken hat das Unternehmen dazu bewogen, seine Produktion, derzeit für das Großraumflugzeug A350, zu ändern.

Schneller, billiger, einfacher – das kann der 3D-Drucker in der Luftfahrtindustrie erreichen

Im Airbus-Zentrum in der Hansestadt ist man sicher, dass man bis zu 70 % Zeitersparnis hat, wenn die einzelnen Stücke gedruckt werden. Sogar ganze 80 % weniger Kosten ergeben sich aus dieser Fertigungsweise. Peter Sander, der zuständige Ansprechpartner für die Zukunftstechnologien bei Airbus, steht voll und ganz hinter dem 3D-Druck für Flugzeuge. Er sieht dabei vor allem die Effektivität. Mit dem Druck könne man Winkel verändern und Ausrichtungen neu justieren. Damit ergeben sich, je nach Werksstück, weniger Teile, was eine Gewichtsreduktion zur Folge hat. In der Abteilung für Syste

mintegration ist dieser Effekt besonders wichtig. Je weniger das gesamte Flugzeug am Ende wiegt, desto höher sind die Einsparungen für Treibstoffe. Damit können Flugzeugbauer und Airlines ihren Ertrag maximieren.

Die Modelle selbst werden am Computer hergestellt und nach den jeweiligen Vorgaben genau angepasst. Als Material verwendet man Plastikelemente und Kunststofffäden. Es entsteht eine Vorlage, die dann in 3D ausgedruckt wird.

Im Unternehmen rechnet man damit, dass bereits im Jahr 2016 die ersten Airbusse, die 3D-Druck gefertigte Teile integriert haben, in die Luft steigen werden. Danach soll die Druck-Produktion in den Mittelpunkt gestellt
werden und nicht mehr nur die Ausnahme darstellen.

Bilder: 691359_web_R_by_Ingo Büsing_pixelio.de

Veröffentlicht am 26.06.2014 um 11:11