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Ukulele aus dem 3D-Drucker klingt überraschend gut

Musikinstrumente, die mit einem 3D-Drucker hergestellt wurden, sahen bislang zwar meistens toll aus, waren aber nur schlecht zu spielen – bzw. hörten sich oftmals einfach fürchterlich an. Entweder verhinderte die komplizierte Konstruktion der originalen Instrumente einen Ausdruck, der den Belastungen von zum Beispiel Gitarren- oder Geigensaiten standhielt. Oder das Material verhinderte, dass das ausgedruckte Instrument wie ein Original klang. Besonders der Korpus (der Resonanzkörper) von Gitarre, Geige und Co. muss bestimmte Eigenarten aufweisen, die mit einem 3D-Drucker nicht so ohne weiteres herzustellen sind. Findige Tüftler aus den USA haben nun ein vielversprechendes Projekt vorgelegt. Ein Ingenieur-Team der Rochester Institute of Technology (USA) präsentiert eine Ukulele, die nicht nur gut aussieht, sondern auch noch gut klingt.

Die drei Studenten der Ingenieurwissenschaften, die das Projekt realisierten, benötigten nach eigenen Angaben insgesamt etwa 37 Stunden, um das Instrument mit einem Stratasys Dimension 1200es 3D-Drucker herzustellen. Die fertige Ukulele misst etwa 25 x 25 x 30 Zentimeter und ist damit geringfügig kleiner als die originale Vorlage. Körper des Instruments und der s.g. Steg (inklusive Griffbrett) wurden separat ausgedruckt und anschließend zusammengefügt. Die Mechanik für die Saiten mit den Drehknöpfen wurde ebenfalls ausgedruckt und montiert. Um beim Klang auch wirklich ein brauchbares Ergebnis zu erzielen, druckten die drei Studenten zwei Versionen des Stegs aus, um die Variante zu verbauen, die besser klingt.

Das Vorgehen ist in einem Blog gut dokumentiert.

Ein gutes Beispiel für ein schönes Instrument aus dem 3D-Drucker, welches die eingnags beschriebenen akustischen Probleme hat, lieferte der Ingenieur Scott Summit mit seiner Akustikgitarre.

Foto: © DDRockstar – Fotolia.com

Veröffentlicht am 10.06.2013 um 9:58