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Wieder eine Hilfe für die Gesundheit: Stützkorsetts aus dem 3D-Drucker

Können Menschen, die unter einer Rückgratverkrümmung leiden, bald aufatmen? In England wurden nun die ersten Stützkorsetts entwickelt, die zum einen gegen Skoliose helfen, zum anderen modisch wirken und unter der normalen Kleidung nicht auffallen. Der 3D-Druck macht es möglich.

Besonders für junge Mädchen notwendig wie attraktiv

Die Zielgruppe, die besonders häufig eine Rückgratverkrümmung erleidet, liegt im Altersbereich von 8 bis 13 Jahren. Vor allem Mädchen sind häufig stark betroffen. Bisher mussten Patienten ein Korsett tragen, das eine komplizierte Operation verhindern konnte. Dafür muss das ungeliebte, da schmerzhafte Teil, täglich getragen werden. Zudem ist es unter der Kleidung erkennbar – aus diesen Gründen lehnen viele Kinder und Jugendliche ein Korsett ab, was wiederum zu bleibenden Schäden am Körper führen kann.

Forscher der Stanford University kamen darum auf die Idee des Korsetts aus dem 3D-Drucker. Das Modell besitzt den Namen “Bespoke Braces”(“maßgeschneiderte Hosenträger”) und passt sich dem Körper an. Hosenträger deshalb, weil sich die Experten sicher sind, dass sich das 3D-Korsett ebenso leicht anziehen lässt. Es bedeckt zwar immer noch den gesamten Oberkörper, sieht aber aus wie ein trendiges Oberteil. Zugleich ist das Material so flexibel, dass man sich darin noch gut bewegen kann. Das sind die einzigen Unterschiede zu einem normalen Stützkleid, die Vorzüge des Vorbilds bleiben erhalten. Wie das Original kann es mit der Zeit an die Körperstellung angepasst werden. James Policy, der Projektleiter, ist sich des Erfolgs sicher: “Durch den hohen Tragekomfort sehen wir eine höhere Zustimmung zur Behandlung und einen größeren Erfolg.”

 

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Veröffentlicht am 17.06.2014 um 15:48