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“Zauberarme” aus dem 3D-Drucker

Im medizinischen Bereich macht die Entwicklung im 3D-Druck weiter enorme Fortschritte. Ein Team aus Ingenieuren und Medizinern aus Philadelphia hat mithilfe von Rapid Prototyping eine Konstruktion entwickelt, die Menschen mit einer unterentwickelten Muskulatur zu einer beachtlichen Bewegungsfreiheit verhilft. Das Auftrag gebende Unternehmen Stratasys hat eine Fallstudie mit der vier Jahre alten Emma veröffentlicht. In einem Firmenvideo erzählen Eltern und Entwickler von ihren Erfahrungen.

Bei dem Gerät, bei dem die meisten festen Teile aus dem 3D-Drucker stammen, handelt es sich um ein maßgeschneidertes Roboter-Exoskelett, das dem Mädchen ermöglicht, die starken Einschränkungen ihrer Gelenkbeweglichkeit und ihrer unterentwickelten Muskeln zu überwinden. Die Vorteile des Drucks liegen in diesem Fall zum einen in der passgenauen Anfertigung, die besonders bei der Langzeitnutzung eine wichtige Rolle spielt, und zum anderen in dem geringen Gewicht der einzelnen Teile, was besonders bei kleinen Kindern ein großer Vorteil ist. Ein weiteres Plus ist die schnelle Herstellung der benötigten Teile, denn gerade Kinder müssen aufgrund ihres Wachstums häufig eine neue Konstruktion angepasst bekommen. Im Video zeigt sich die kleine Emma vollauf begeistert und nennt ihre orthopädische Hilfe schlichtweg “Zauberarme”.

Bei Stratasys sieht man die rapide Entwicklung im 3D-Bereich nicht nur im Medizin-Sektor. „Einige der großartigsten Ideen auf der Welt werden heutzutage mittels 3D-Druck realisiert“, erklärt Scott Crump, Chairman und CEO von Stratasys, auf devicemed.de. „Da mehr und mehr Menschen auf die Möglichkeiten des 3D-Drucks aufmerksam werden, werden dessen Auswirkungen jenseits der herkömmlichen Bereiche Produktion und Design immer mehr zunehmen.“

(Foto: Screenshot vom Stratasys-Firmenvideo)

Veröffentlicht am 20.08.2012 um 10:42